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Triest – Schöne am Meer

Unsere Redakteurin Julica Norouzi ist mit ihrem alten Defender namens „Churchill“ auf Reisen. Im Gepäck hat sie die schönsten Schmuckstücke von Glambou.

Ihre Geschichte ist lang. Italien, Slowenien und Kroatien halten die Stadt am Meer festumschlungen. Diese Geografische Lage machte Triest über die Jahrhunderte so besonders. Bekannt ist diese italienische Hafenstadt auch als das ‚Fenster zur Adria‘. Bis 1918 gehörte es zu Österreich. Die Habsburger liebten es  – allen voran Kaiser Franz Josef. Die große Blütezeit Triests war das 18.Jahrhundert. Bis heute wirkt sie nach. Man entdeckt den Glanz längst vergangener Zeiten noch immer an den verwinkelten Gebäuden, die an die typische Habsburger-Architektur erinnern, an den großen Frachtern, die im Porto Vecchio ein- und ausfahren, und natürlich in den historischen Kaffehäusern. Dort lebt dieser Glanz spätestens bei einem starken Espresso wieder auf. Das Cafe Tommaseo und das San Marco sind mit ihren holzvertäfelten Decken und ihren Marmortischen absolut einen Besuch wert. In Triest ist Kaffeetrinken höchst anspruchsvoll, der Genuss wird zelebriert. 

 

 

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Triest ist die Kaffeehauptstadt Italiens – jährlich werden hier im Schnitt 1.500 Tassen Espresso pro Kopf getrunken – dies entspricht mehr als dem Doppelten des italienischen Durchschnitts! Ein echter triestinischer Morgen beginnt unbedingt mit dem köstlichen Koffein-Schock eines Espressos oder Cappuccinos. Der wohl bekannteste Kaffee Italiens kommt aus Triest: Illy! Francesco Illy, ein eingewanderter Ungar, gründete 1933 das weltbekannte Kaffeeunternehmen. Seit 2002 gibt es in der Via Flavia, dem Hauptsitz Illys, die Università del caffè. Geforscht wird zu Anbaubedingungen, über Methoden für Ernte und Verarbeitung bis hin zum besten Dünger für die Kaffeepflanzen. 

 

 

 

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„Machen Sie es so wie in Wien“, soll Kaiser Franz Josef vor langer Zeit den Stadtplanern und Architekten gesagt haben, „nur a bisserl kleiner“. Nirgendwo empfindet man diese Verbundenheit zur damaligen K.u.K. Monarchie so wie am Hauptplatz von Triest, der prunkvollen Piazza dell’Unità d’Italia. Dieser ist der größte zum Meer offene Platz Italiens. Uns zeigte er seine prächtige Schönheit zuerst im Regen. Später offenbarte er sie in gleißendem Licht. Ein besonderer Zauber liegt auf diesem Platz. 

 

 

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Triest und die Literatur sind eng verbunden. Italo Svevo, dessen tragisch-komische Hauptfigur, „Zeno Cosini“, gut betucht und noch besser verheiratet ist, versucht vergeblich, sich das Rauchen abzugewöhnen. Immer wieder zündet Zeno sich „l'ultima sigaretta“ an, aber es hilft nichts. Die Zigaretten brennen doch immer weiter. Zeno Cosini leidet an dem Gefühl, sein Leben nicht aktiv gestalten zu können, den Ereignissen ausgeliefert zu sein. So ist „Zeno Cosini“ vielleicht zum Schlüsselroman von Triest geworden. 

 

Von 1382 bis 1918 gehörte die Stadt zur Habsburger Monarchie, war also Österreich-Ungarn. Seit 1918 ist die „Città mitteleuropea“ italienisch und blieb ein Ort des Zusammentreffens von Kulturen, Sprachen, Ethnien und Religionen. Nach 1945 wurden die Stadt und ihr gemischtsprachiges Hinterland erfolgreich von Jugoslawien beansprucht, nach diesem Intermezzo unterstand die Stadt ab 1954 wieder dem italienischen Staat.

 

 

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An der Piazza Ponterosso traf Italo Svevo 1905 seinen Englischlehrer James Joyce, der gerade in Triest an den Erzählungen seiner „Dubliners“ schrieb. Heute ist hier eine gutbesuchte Fussgängerzone. Es gibt einen Joyce-Spazierweg und einen für Svevo und gleich mehrere bronzene Statuen von beiden. An der Piazza Attilio Hortis steht eine, wo man im Schatten sitzen und phantastisches Eis bei Natura Gelato essen kann. 

 

  

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Der Weg zum Hafen ist in dieser Stadt nicht weit. Dort fällt der Blick fällt über die Rebstöcke der Karstküste hinweg, auf Duino. Dort dichtete Rilke im Schloß der Fürsten von Thurn und Taxis seine schwermütigen Elegien. Links führt der Blick auf die Bucht von Triest, hinter der bald Kroatien beginnt.

 

 

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"Denn das Schöne ist nichts

als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen,

und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht,

uns zu zerstören. Ein jeder Engel ist schrecklich."              

 

Rainer Maria Rilke, Duineser Elegien, 1923

 

 

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So schwermütig wie Rilke werden wir in Triest ganz bestimmt nicht. Ganz im Gegenteil, uns beschwingt die prickelnde Meerluft und der köstliche Espresso. Wir flanieren durch die Stadt und freuen uns über die Entdeckung dieser hinreißend Schönen am am Meer.

Die Schmuckstücke von Glambou sind die perfekten Accessoires für diesen sommerlichen Ausflug nach Italien. 

 

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Nächste Woche berichten wir aus Istrien. Freut Euch auf türkisfarbenes Wasser

und viele blaue Stunden am Meer. 

 

Viel Freude beim Entdecken wünscht Euch das Glambou-Team  

 

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